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Etwas Nachhaltiges schaffen


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Gastronomie ist Emotion pur

"Ich hatte eine schöne Kindheit", erzählt Thomas Gut und erinnert sich wieder mit Vergnügen daran, wie er mit seinen Freunden rund um die Marktstrasse unterwegs war, welche Bedeutung "Adler" und "Ochsen" für sie als Jugendliche hatten, wie unbeschwert das Leben im ländlichen Muri war. Hier ist er aufgewachsen, hier besuchte er die Schulen. Doch dann verschlug es ihn für ein Jahr ins Welschland. Als er nach Hause zurückkehrte, waren seine Freunde ausgeflogen. Und auch ihn hielt immer weniger im Freiamt.

Thomas Gut machte zwar seine Banklehre bei der damaligen SBG in Wohlen. Danach ging er aber nach England, um neben Französisch eine weitere Sprache zu lernen. 17 Jahre arbeitete er anschliessend für die UBS in Zürich, bildete sich laufend weiter, stieg die Karrieretreppe hoch und arbeitete in ganz unterschiedlichen Bereichen: im Kreditgeschäft für KMU etwa und bei der Vermögensverwaltung. "Die Bank", sagt er, "hat mich immer gereizt – wegen der vielen Kontakte, der unterschiedlichen Sprachen, der internationalen Kunden." Es galt, die Welt zu erobern.

Doch als die Branche um 2002/03 zu kriseln begann und der Handlungsspielraum aufgrund der verordneten Risikominimierung immer kleiner und uninteressanter wurde, zog er einen Schlussstrich unter seine Karriere und stieg ins Geschäft seines Lebenspartners ein, der in Zürich verschiedene Restaurants führte. "Die Gastronomie ist ein viel emotionaleres Business", sagt er. "Und genau das reizte mich."Der direkte Kundenkontakt, die unmittelbaren Reaktionen – positive oder negative – und die Möglichkeit, etwas zu bewegen, seien eine völlig neue, spannende Erfahrung gewesen. 

Weitere Restaurants wie das "Nagasui" mitten in Zürich kamen hinzu, das Catering, beispielsweise für Orange Cinema am See, lief wie geschmiert – und doch verlor Thomas Gut allmählich den Spass an der operativen Aufgabe, Restaurants zu führen. Er suchte eine neue Herausforderung und fand sie unter anderem im Aufbau des Family Offices. Hier bewirtschaftet er seit acht Jahren die Investitionen und Beteiligungen der Familie Gut, zu denen heute auch das "Caspar" zählt. 

Dass er sich nach seinem Rückzug aus der Gastronomie nun doch wieder auf ein Projekt aus derselben Branche eingelassen hat, habe mehrere Gründe, sagt er. Zum einen sei es ein Generationenprojekt, das ihn mit seinem Vater verbinde. "Es ist nicht das erste, aber das emotionalste. Die meisten Projekte, die wir sonst gemeinsam verfolgen, sind wissenschaftlicher Art. Beim 'Caspar' ist das ganz anders." Und dann ist da das Kreative. "Konzepte entwickeln, strategisch arbeiten, das ist meine Passion", erzählt Thomas Gut. Und da habe er beim "Caspar" natürlich von seinen Erfahrungen als Gastrospezialist profitieren können. "Nun freue ich mich extrem darauf, in Muri für ein bisschen frischen Wind sorgen zu dürfen", sagt er. Denn die "Gastro-Diversität" habe hier schon immer ein wenig gefehlt, auch wenn er sich beispielsweise gerne an die Metzgeten im "Rütli" erinnere. 

Ein ganz besonderes Vergnügen sei aber auch die Zusammenarbeit mit der Familie Christen. Mit Katja Christen war er als "Junggängeli" schon in der Guggenmusik aktiv, ausserdem trafen sie sich auf dem Tennisplatz. Heute schätzt er an ihr, dass sie eine geballte Ladung Emotionalität und Gespür fürs Gestalten einbringt. "Sie ist unsere Innendesignerin", sagt er. "Und so bringt jeder von uns seine ganz speziellen Fähigkeiten mit."

Zu seinen eigenen Fähigkeiten zählt – abgesehen vom Rationalen des Bankers – das Visionäre des Gastroprofis. Besonders im Fokus: die Nachhaltigkeit. "Wir wollen zum Beispiel eine einfache, ehrliche Küche, die von besten Zutaten lebt. Und wir wollen ein Küchenteam, das die Lebensmittel mit Respekt behandelt und unsere Spezialitäten mit Liebe zubereitet. Ohne Kompromisse." Wenn Thomas Gut das erzählt, kommt er so richtig in Fahrt und ist wieder ganz Gastrounternehmer. Doch mit seiner Leidenschaft für das Projekt steht er nicht allein da: Er teilt sie mit den anderen drei Machern. 

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